Stille Nacht

Es ist wieder soweit. Das Jahr neigt sich zum Ende und nun ist sie endlich da: die Heilige Nacht! Mein Sohn freut sich schon seit einem gefühlten Jahr auf diesen Abend. Was für ein Glück, sie wieder hautnah erleben zu dürfen – diese kindliche Freude. Diese Vorfreude auf den funkelnden Tannenbaum. Den unerschütterlichen Glauben an den Weihnachtsmann, der dieses Jahr bei 8 Grad Außentemperatur und Regen seine Geschenke wohl auf Rädern anstatt auf Kufen bringen wird. Was für ein Zauber, der in dieser Nacht liegt, wenn man es geschafft hat, den alljährlichen Geschenke- und Weihnachtsfeierstress hinter sich zu lassen und zu den Glücklichen gehört, die an diesem Tag nicht mehr bis 15 Uhr im Kaufhaus oder Supermarkt arbeiten müssen.

Als ich darüber nachgedacht habe, was ich euch, meinen lieben Leser wünsche, ist mir eigentlich nur eins eingefallen. Ich wünsche euch und uns allen, an diesem besonderen Abend, eine wunderbare STILLE NACHT. Weiterlesen

Oh Tannenbaum

„Wann habt ihr das erste Mal euren eigenen Tannenbaum gehabt?“, hatte mich meine Mutter gefragt, als ich heute mit meinem Sohn Kugeln und Sterne an die Nordmanntanne hängte.

„Als ich krank geworden bin“, hatte ich geantwortet.

Meine Krebsdiagnose traf mich damals im November. Die erste Chemotherapie folgte am Nikolaustag. In der Nacht von Heiligen Abend auf den erste Weihnachtstag begannen meine Haare auszufallen. Am zweiten Feiertag beschloss ich, sie abzurasieren. Manch einer mag nun denken, dass mein Krebs-Timing nicht schlimmer hätte sein können, doch es ist genau dieses Weihnachtsfest vor sieben Jahre, das ich als das friedlichste in meinem bisherigen Leben in Erinnerung habe. Weiterlesen