Auf zu neuen Ufern

Beruf oder Berufung. Das war hier die Frage, die ich mir stellte, nachdem mich meine Krankheit in eine vergleichsweise grosse Job-Sinnkrise gestürzt hatte. Da hatte ich die letzten 15 Jahre damit verbracht, meinen beruflichen Weg zu finden. Hatte mich aus- und weitergebildet, hatte studiert, mich bei diversen Praktika ausprobiert und war dann nach einigen Jahren voller Eifer in einen Berufsalltag gestartet. Im vollkommenen Bewusstsein, dass ich den Weg gefunden hatte, den ich gehen wollte. Die Leidenschaft für das, was ich tat, hatte mich in meinem jugendlichen Leichtsinn vielleicht zu oft über die zu hohe Anzahl an nicht kompensierbaren, im Gehalt bereits abgegoltenen Überstunden hinwegsehen lassen. Das für meine reellen Arbeitsstunden viel zu geringe Gehalt war für mich in meiner Bewertung immer zweitrangig gewesen. Schliesslich war es für mich ja viel wichtiger, dass ich meinen Job gerne machte. Und insgesamt konnte ich von meinem Gehalt ja gut leben. Doch die Zeit für eben dieses Leben wurde irgendwie immer weniger.

Dann kam die Krankheit – und mit ihr all die Fragen über Sinn und Unsinn meiner bisherigen Lebenszeit. Weiterlesen