‚Du oder ich‘ oder ‚Ich und Du‘

Wochen, ja Monate habe ich mich damit auseinandergesetzt, ob ich sie nach meiner Brustkrebserkrankung meistern kann – meine Stillaufgabe.

Viele unterschiedliche Meinungen, Einschätzungen und Ratschläge habe ich mir geholt, obwohl ich das Thema doch eigentlich zuerst nur auf mich zukommen lassen wollte. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen muss bevor das neue Leben seinen Anspruch auf Nahrung ausserhalb der Nabelschnur erhebt. Ich habe das Gefühl, meine Möglichkeiten und Grenzen kennen zu müssen, um entsprechend reagieren zu können, wenn im Spital die Nachfragen kommen, wie ich es denn nun halten möchte mit den Stillen. Doch je mehr Ratschläge zum diesem Thema in den vergangenen Monaten kamen, desto weniger wusste ich, wie ich selbst dazu stehen sollte. Und eigentlich hatte ich bereits beschlossen, den Moment des Stillens einfach auf mich zukommen zu lassen. Weiterlesen

Achtung…weiblich!

Zu Beginn dieses Beitrags muss ich wohl eine Vorwarnung an alle männlichen Leser meines Blogs aussprechen. Heute geht es um ein sehr feminines Thema: die weibliche Brust; genauer gesagt um meine Brust. Ich freue mich, wenn es euch interessiert. Falls nicht – wir sehen uns hoffentlich beim nächsten Mal wieder :-)

Ich habe mich gefragt, inwieweit ich überhaupt die Berechtigung habe, meinen Blog als „Brustkrebsblog“ zu bezeichnen, denn mit ein wenig Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich mich eigentlich noch in keinem Beitrag wirklich dem Brustkrebs, geschweige denn meinen beiden zentralen weiblichen Geschlechtsmerkmalen gewidmet habe. Sicherlich waren sie immer mal wieder Randthema – Aufhänger für die Themen, um die sich meine Gedanken nach der Brustkrebsdiagnose gedreht haben. Da waren hauptsächlich die Themen Leben und Tod. Der Sinn des Lebens. Das Überleben. Das Leben mit der Diagnose. Die Angst. Das Wiederfinden eines neuen Lebens. Ein neuer Alltag.

Was die Krankheit mit meinen Brüsten gemacht hat – nicht nur körperlich, sondern auch emotional – habe ich bisher in diesem Blog noch nie wirklich verarbeitet. Und in gewisser Weise spiegelt das auch sehr mein tägliches Leben mit dieser Krankheit wieder. Weiterlesen