Auf bald

„Es gibt auf dieser Welteinen einzigen Weg, den nur du allein gehen kannst. Wohin er führt?
Frag nicht, geh ihn.“

Friedrich Nietsche

Es gab da diesen einen Moment in meinem Leben. Der Moment, in dem ich begriff, dass ich meinen Lebensweg alleine gehen muss. Es war der Moment, als ich nach meiner abgeschlossenen Brustkrebsbehandlung wieder „zurück ins Leben“ entlassen wurde.

Ich war immer ein Mensch, der gerne viele vertraute und freundliche Leute um sich hat. Meine Familie und meine Freunde sind für mich mein größter Reichtum. Während meiner Therapie waren sie es, die mich aufgefangen haben. Weil alles in mir schrie, dass ich es nicht alleine schaffe. Weil ich nicht wollte, dass sie mich alleine lassen. Die Menschen in meinem Leben.

Ich habe mich entschieden, ihnen immer zu vertrauen. Den Menschen, die mich durch meine dunkelsten Tage begleitet haben. Meinen Ärzten, Therapeuten und den vertrauten Gesichtern. Habe sie um Rat und Meinung gefragt und so meinen Weg in eine gesundes Leben wiedergefunden. Doch immer war da diese Stimme in mir, die mir leise oder lauter zugerufen hat, dass ICH alleine es bin, die ihren Weg im Leben nach dem Krebs finden muss.

Viele Jahre habe ich Freunde gefragt, ob sie mit mir den Jakobsweg gemeinsam laufen wollen. Natürlich gab es immer Gründe dagegen. Den Alltag und das normale Leben eben. Doch der eigentlich Grund war, dass es MEIN WEG ist, den ich nun finden und gehen muss. Zwölf Jahre nach der Erkrankung ist es nun Zeit dafür.

Und so verabschiede ich mich an dieser Stelle für eine gewisse Zeit von euch. Um zu schauen, wohin mich der Jakobsweg führt!

Passt auf euch auf!

Ich bin dann mal weg…

2 Gedanken zu “Auf bald

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