Ich wär‘ dann gern mal weg

Ich wär' dann gern mal weg. Weg von diesem Blog. Weg aus meinem Cancer-Survivor-Status. Weg aus meinem Leben, das sich immer wieder um Krankheit, Verlust und Abschied dreht. Denn nach all den Jahren des bloggens und schreibens merke ich, dass ich eigentlich keine Worte mehr dafür habe. Ende letzten Jahres hatte ich bei meinen RedWelliesBlog bereits den Mauszeiger auf dem Button "Account löschen" gerichtet. Ich wollte sie löschen, diese Seite, für die sich wahrscheinlich kaum jemand mehr interessiert. Doch ich konnte es nicht. Zwischen Weihnachten und Neujahr schrieb ich an einem letzten Buchbeitrag für ein weiteres Gemeinschaftsprojekt zum Thema "Arbeiten und Krebs". Es wäre der letzte Beitrag zum Thema Krebs, den ich schreiben würde. Denn dazu war alles gesagt. Dachte ich. Doch das war es nicht. Und ich frage mich, warum.

Angst vor dem Leben 2.0

"Hast du Angst vor dem Scheitern?" "Nein, ich habe Angst vor dem ungelebten Leben." In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch an meiner bevorstehenden Selbstständigkeit und meiner inneren Gefühlswelt teilhaben lassen. Denn aktuell stehe ich an einem Punkt, an dem ich beruflich absolutes Neuland betrete und kurz davor bin, den Absprung ins kalte Wasser zu wagen.

Raus aus der Komfortzone

Ich sitze aktuell am Konzeptexposé meines autobiografischen Sachbuches und merke, dass es Dinge beim Schreiben gibt, die mir definitiv leichter fallen 🤪. Aber ich möchte die Chance nutzen und schauen, ob meine Idee bei einer Agentur eine Heimat findet. Und spätestens an dieser Stelle merke ich, warum ich so lange gebraucht habe, um meine Geschichte loszulassen.

Am Ende…

Warum nehmen wir uns eigentlich nur Zeit für gute Gespräche, wenn ein Ende naht? Diese Frage geistert mir seit einigen Tagen immer wieder durch den Kopf. Denn diese Erfahrung der "letzten Worte vor dem Abschied" mache ich in diesem Jahr immer wieder...

Mutig, verrückt, oder einfach normal?

Seit einer Woche bin ich wieder zurück von meiner Pilgerreise. Versuche, langsam wieder aufzusetzen auf der Landebahn des Alltags. Zugegeben: ich habe immer noch etwas Mühe, die passende Antwort auf die Frage zu finden, die mir in den letzten Tagen am häufigsten gestellt wurde: "Und? Wie war's?"

Auf bald

"Es gibt auf dieser Welteinen einzigen Weg, den nur du allein gehen kannst. Wohin er führt?Frag nicht, geh ihn." Friedrich Nietsche Es gab da diesen einen Moment in meinem Leben. Der Moment, in dem ich begriff, dass ich meinen Lebensweg alleine gehen muss. Es war der Moment, als ich nach meiner abgeschlossenen Brustkrebsbehandlung wieder "zurück … Auf bald weiterlesen

Tausend gute Gründe dagegen

"Oh mein Gott, Sie wollen wirklich den Jakobsweg wandern? Der ist doch mittlerweile total überlaufen..." Dies war die erste Reaktion meiner Chefin, als ich sie vor ein paar Monaten um einen dreiwöchigen, unbezahlten Urlaub für meinen Camino Portogues bat. Einige Minuten vorher hatten wir den täglichen Pressespiegel durchgesprochen. Auf der letzten Seite der Hannoverschen Allgemeinen … Tausend gute Gründe dagegen weiterlesen