Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn…?

Diese Worte geistern mir schon seit Tagen im Kopf herum, ohne dass ich so genau wüsste, welche Frage ich mir damit beantworten sollte. Da sind nur diese drei „W’s“: Was wäre, wenn…?

Ich sitze in meinem Büro, als ich diesen Beitrag schreibe und blicke mich um. In dem Raum, der ein wichtiger Rückzugsort für mich ist. Ein Raum für meine Ideen, meine Gedanken, meine Pläne und Träume. Da liegen viele Zeitschriften auf meinem Schreibtisch. Über das Wattenmeer, über das Schreiben und Publizieren, über Glück und persönliche Weiterentwicklung. Mein Romanfahrplan hängt an der Pinnwand, das Vision Board mit all meinen Plänen und Wünschen für mein Leben daneben. Meine Lernunterlagen für die Ausbildung zur Heilpraktikerin Psychotherapie liegen eingestaubt im Regal und ich frage mich:

Was wäre eigentlich, wenn es die Corona-Pandemie nicht gegeben hätte?

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Frühjahrsputz

Corona – und auf einmal ist alles anders! Bis vor einer Woche habe ich noch jede freie Minute für die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie gelernt. Sie hätte am vergangen Mittwoch stattfinden sollen. 600 Prüflinge aus ganz Niedersachsen in einem Vorlesungssaal der Uni Lüneburg. Fünf Tage vorher war klar – die Prüfung wird abgesagt. Die nächste Chance: Oktober 2020! Den Weg dieser Ausbildung hatte ich eingeschlagen, um ein Angebot für Menschen mit einer Krebserfahrung anzubieten, das auch die Schreibtherapie umfasst. Weil ich aus meiner eigenen langjährigen Erfahrung als (Krebs)Bloggerin weiß, wie heilsam das Schreiben sein kann… :-)

An diesen Weg hat Corona nun erst einmal ein Stop-Schild aufgestellt und zwingt mich, einen Moment an der durchgezogenen Linie anzuhalten, um mich links und rechts wieder einmal zu orientieren, wer oder was da des Weges kommt. Und was da auf einmal frei wird, ist viel Zeit daheim. ZEIT! Das Kostbarste, was wir besitzen. Zeit, die ich nun selbst voller Freude nutze, um diesen Blog, der mir so am Herzen liegt, einem Frühjahrsputz zu unterziehen. Weiterlesen

Vom Beruf zur Berufung

Ein Jahr lang war ich nun zu Hause. Ohne Job. War raus aus dem Beruf. Weil ich es wollte. Weil ich es brauchte. Habe mich um Haus, Kind und Hof gekümmert; und um den Umzug unseres Familienlebens von der Schweiz nach Deutschland, was wahnsinnig viel Bürokratie, Zeit und Nerven in Anspruch genommen hat. Ich hatte es mir so ausgesucht. Hatte sie selbst gewählt, diese berufliche Auszeit. Hatte sie wählen können, weil die Möglichkeit da war. Finanziell und organisatorisch. Was für ein Luxus!

Ich habe sie genossen – diese Zeit der freieren Zeiteinteilung. Weil ich mir seit meiner Krebserkrankung eigentlich nie richtig Zeit genommen habe, um einmal inne zu halten. Nach zehn Monaten Therapie ging es gleich weiter als PR-Beraterin. Kur oder Reha? Im Schweizer Gesundheitssystem nicht angezeigt. Die Überforderung kam nach wenigen Monaten. So weiter machen, wie vor der Krankheit konnte ich nicht mehr. Weiterlesen