Raum in mir

Irgendwie habe ich es verloren und bis jetzt noch nicht wiedergefunden – das Vertrauen in meinen Körper. Dieses sichere Gefühl, dass er alle Strapazen aushält, die ich ihm zufüge. Mein Körper wird es schon richten, dachte ich mir immer in meinem jugendlichen Leichtsinn. Das Zuwenig an Schlaf, das Zuviel an Stress und Arbeit, das Zuwenig an Ausgeglichenheit in meinem Leben. Mein Körper ist ja belastbar. Meine Gesundheit war für mich eigentlich selbstverständlich. Warum auch nicht?!

Sie war es nicht – das hat mir der Krebs gezeigt. Was schlussendlich meine Zellen aus dem Gleichgewicht gebracht hat, werde ich nie wissen. Und so sitze ich hier und muss mich wohl einfach mit der Antwort zufrieden geben, dass ich einfach mal Pech hatte. An manchen Tagen macht es mich wahnsinnig – dieses Gefühl von Machtlosigkeit gegen einen potentiellen Rückfall.

Ein Weg, um mit der Krankheit und all den negativen Gedanken fertig zu werden, sind meine wöchentlichen Yoga-Stunden. Weiterlesen

Schreck, lass nach!

Tag der jährlichen Mammografie. Für mich liegt in diesen Terminen bei meinen Ärzten immer ein sicheres Gefühl. Hatten sie doch einen entscheidenden Anteil daran, dass nach Abschluss der Behandlung keine malignen Zellen mehr in meinem Körper zu finden waren. In dem Moment, in dem mein Immunsystem die Kontrolle über meine Gesundheit verloren hatte, war ich gezwungen, eben diese ein Stück weit in fremde Hände zu geben und darauf zu vertrauen, dass die „Götter in weiss“, bzw. die Menschen, die sich dahinter verbergen, genau wissen, was zu tun ist. Und ich muss sagen – mein Vertrauen wurde nicht enttäuscht.

Und nun sitze ich hier im Wartezimmer des Brustzentrums; warte auf meine Bestätigung, dass sich nach einem Jahr wiedererlangter Gesundheit an diesem Zustand nichts geändert hat. Weiterlesen